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Österreichtour RMA-SYSTEMA

Thema "Messerabwehr"

 

von Mirco Hans

Lebenserfahrung, mit diesem Schlagwort möchte ich die Tour in Österreich beschreiben. In der Vorbereitungsphase habe ich mir viele Gedanken gemacht was alles passieren kann. Und es ist so einiges geschehen.

 Mit viel Unterstützung von Michael haben wir die Theorie entwickelt. Und so starteten wir am Mittwoch, den 10.April nach Augsburg, um Andi abzuholen. Rudi hatte sich kurzfristig bereiterklärt, mitzukommen, und so reisten „Die vier Musketiere/Kosaken“  nach Österreich. Am Donnerstag kamen wir gegen 15.00 Uhr an und wurden von Alex Herrmann, Geschäftsführer von UDF-System, in Wien Willkommen geheißen. Die technischen Geräte wurden zum Seminarort gebracht, und so war der Abend frei fürs Kennen lernen. Alex führte uns in ein Wiener Lokal, in dem die Schnitzel fast über den Tellerrand ragen, und so ging es gestärkt ins Hotel zurück. Dort besprachen wir den Ablauf des nächsten Tages.

Am Freitag waren wir pünktlich bei der Firma Springer, die uns einen Raum zur Verfügung gestellt hat. Die Seminarteilnehmer kamen ebenfalls pünktlich, und so konnte der erste Tag beginnen. Die Vorstellungen und  Erwartungen der Teilnehmer wurden kurz besprochen, der Theorieteil vorgestellt, und der Praxisteil wurde nur durch die Mittagspause unterbrochen. Wir gingen wieder zu dem Lokal vom Vorabend und bestellten zwei Karren Mist für 12 Personen (Die Bedienung sagte das eine Karre für ca. 4 Personen reichen würde! Um ehrlich zu sein, die zwei Karren hätten für ca.20 Personen gereicht! Eine Karre bestand aus unterschiedlichen Fleischsorten und Beilagen!)

Alle Teilnehmer waren sehr interessiert und wollten immer mehr wissen. Und so war die Schlussbesprechung das einzige, was keiner wollte. Die schönste Aussage kam von einem Wut-Lehrer. Zitat: „Für mich ist heute Weihnachten, Ostern und Geburtstag auf einen Tag gefallen! Ich habe heute eine große Bereichung meines Wissens erfahren und nehme sehr positive Stimmung und Eindruck von Systema mit!“

Wir verstauten die Unterlagen in die Autos (leider mussten wir am Michaels Auto noch einen Reifen wechseln. Er hat sich ein Stück von der Teppichmesserklinge in den Reifen gefahren! Soviel zur Abwehr von scharfkantigen Gegenständen für Autoreifen!) und fuhren nach Graz weiter.

In Graz teilten wir uns in die Übernachtungsgruppen auf und gingen früh (01:30 Uhr) zu Bett. Das Samstagseminar wurde von Andi in der Praxis nur ähnlich, aber nicht gleich dem Vortag gestaltet, um evtl. Teilnehmer des Vortages doch einen kleinen Unterschied zu geben. Auch hier durchweg eine sehr positive Rückmeldung der Teilnehmer.  Abends waren einige von uns noch im Bergwerk. Eine Disco, deren Sicherheitskräfte von Alex organisiert werden. Als Test habe ich 9 Messer der unterschiedlichsten Art am Körper getragen. Das 10te sehr sichtbar (Klipp von Heckler und Koch .....) an der Einstecktasche meines Sakkos. Ich bin ohne Kontrolle in die Disco gekommen. Die Sicherheitskräfte wurden dann in einen Raum geführt, und ich zeigte Ihnen, was ich alles dabei hatte. Ich würde sagen, ein heilsamer Schock, denn mit einem Metalldetektor wäre ich aufgeflogen.

Nach wenig Schlaf und einem guten Frühstück durften wir noch das Zeughaus in Graz mit einer Sonderführung anschauen. So was habe ich noch nicht erlebt. Aus verschieden Zeitepochen Waffen und Rüstungen in einem super Zustand. Dann ging es wieder zurück! In die normale Arbeitswelt!

Mirco Hans

Leiter RMA-Gruppe Karlsruhe

April 2002

Quelle: Originaltext

 

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