
Historischer Hintergrund I1I I2I
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IQuellenverzeichnisI
Nach der
so genannten Oktoberrevolution 1917 gab es drei Faktoren, welche die Kommunisten
auf ihrem Weg zur Macht in Russland störten – der Zar, die
Russisch-Orthodoxe Kirche und die Kosaken. Das Ziel war, alle drei zu
vernichten. Der Zar wurde erschossen. Die Kirche gejagt, verfolgt und in
den Untergrund getrieben. Die Kosaken spaltete man geschickt in zwei
feindliche Lager – die „weißen“ und „roten“ Kosaken, und dann nach und
nach wurden sie fast vollständig vernichtet. Mit der Vernichtung der Klöster und der
Kosaken schien auch die Altrussische Kampfkunst verloren.
Als die neue
Macht etwas an Stabilität gewann, erinnerten sich manche daran, dass der
Armee und der Polizei (Miliz) eine wirksame Kampfkunst zur Erfüllung von
vielen Aufgaben fehlt. Für breite Massen der Soldaten und Milizionäre und
die meisten Spezialeinheiten kreierte man Sambo – eine Kampfkunst, die aus
einer Mehrzahl der Ringkampfarten der ehemaligen Sowjetunion entwickelt
wurde, wobei das traditionelle russische Ringen als wichtigste Grundlage
diente.
Für
Spezialeinheiten der besonderen Wichtigkeit holte und verpflichtete man
Spezialisten für die Altrussische Kampfkunst aus den Erbkosaken, die noch
am Leben waren. Für sie war das die Chance in der Zeit zu überleben, in
der alle „Elemente des zaristischen Russlands“ vernichtet wurden, und ihr
Wissen für die zukünftigen Generationen zu erhalten. Für die
Spezialeinheiten (Personenschutz der Regierung, Smersch-Einheiten zur
Bekämpfung der Fallschirmspringer und Aufklärer und andere) war das die
Möglichkeit, von den wahren Profis der „alten Schule“ zu lernen und zu
profitieren. Auf diese Art und Weise überlebte die Altrussische
Kampfkunst, bekam einen schlichten, aber gut klingenden Namen „Systema“
(dt. das System) und setzte ihre Geschichte fort.
aw, 26.04.2005 |