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   SECURITY

......FESTNAHMENTAKTIKEN ZU ZWEIT

Wir gehen bei den unten beschriebenen Beispielen für Festnahmetaktiken davon aus, dass zwei Sicherheitsleute (oder auch Polizisten), S1 und S2, eine unbewaffnete bzw. mit einem Stock oder Messer (keine Schusswaffe) bewaffnete Person (wir nennen sie P) ohne Einsatz von Waffen festnehmen müssen. Die beiden stehen vor P, der seine Waffe (falls vorhanden) in der rechten Hand hält.

Wir legen uns nicht auf bestimmte Techniken fest, sondern überlassen die Einzelheiten dem Anwender.

1. Taktik („Die Kette“):

S1 steht vor P. Die Distanz zu P wird so gewählt, dass man einerseits rechtzeitig auf einen eventuellen Angriff von P reagieren kann, andererseits aber schnell an ihn heran kommen kann. S1 steht frontal zu P in einer offenen Stellung. S2 steht direkt hinter S1, so dass er von ihm verdeckt wird.

Beide Partner bewegen sich jetzt auf P zu. Wenn die Distanz zu P so verkürzt ist, dass er einen Angriff starten kann, bewegt sich S1 schräg nach vorne rechts an der linken Flanke von P vorbei, ohne sich ihm zu nähern. Die Bewegung muss so ausgeführt werden, dass sie die gesamte Aufmerksamkeit von P auf sich zieht. Man kann die Bewegung auch mit einem lauten Ausruf und/oder anderen ablenkenden Maßnahmen unterstützen. Das Ziel ist, P dazu zu bewegen, dass er sich nach links dreht, um S1 eventuell anzugreifen.

Im gleichen Augenblick bewegt sich S2 blitzschnell und leise an der rechten Flanke von P vorbei und ergreift seinen bewaffneten rechten Arm/Handgelenk, wobei er P von S1 wegdreht.

Das ist der Zeitpunkt, in dem S1 seine Aktion fortsetzt und einen oder mehrere Schockschläge dem P versetzt, damit S2 ihn aus dem Gleichgewicht bringen und festlegen kann, wobei er von S1 unterstützt wird.

Anschließend wird P entwaffnet und abtransportiert.

Im Falle, wenn P unbewaffnet ist, bleibt die Einleitung von S1 gleich. Die Aufgabe von S2 ist dann, P aus dem Gleichgewicht zu bringen. Daraufhin muss S1 sofort die Kontrolle von P sicherstellen.

Sämtliche Aktionen von S1 und S2 müssen im schnellen Wechsel ausgeführt werden.

2. Taktik („Die Mauer“):

Man geht hier genauso vor, wie in der „Kette“. Der Unterschied ist, dass S1 und S2 sehr dicht nebeneinander stehen. Damit wirken sie psychologisch als eine einzige „Person“ auf P. Im letzten Augenblick trennen sich die beiden und agieren nach dem oben beschriebenen Muster.

3. Taktik („Die Treppe“):

Die Besonderheit dieser Taktik (meistens gegen Unbewaffnete) besteht darin, dass S1 bei seiner Ablenkung beispielsweise einen tiefen Angriff vortäuscht. S2 führt daraufhin einen hohen Angriff aus, wobei S1 ihn auf der unteren „Stufe“ unterstützt und Beine des Gegners angreift. Genauso kann man das andersrum machen.

 


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